Religionspädagogische Konzeption

Unsere Kindertageseinrichtung versteht sich als ein Lebensraum für Kinder, der die Erziehung allgemein, sowie die religiöse Erziehung der Familie ergänzt und unterstützt.

Wir arbeiten mit den Legearbeiten der ganzheitlich sinnorientierten Pädagogik von Franz Kett, die ein christliches Menschenbild in den Mittelpunkt stellt. Durch diesen ganzheitlich sinnorientierten Weg von Erziehung und Bildung möchten wir die Kinder zu einem achtsamen und fürsorglichen Umgang miteinander und der Welt führen. Dieses wertschätzende Miteinander ist Voraussetzung, damit Kinder einen Gott der Liebe erfahren.

Stille, Anfänge von Meditation, Staunen über Naturvorgänge, Lebensfreude, Erfahrungen von gewollt sein und Liebe, dürfen wir zurückführen auf Gott.
Die Information über Gott, die biblische Geschichte, vermittelt noch nicht die Möglichkeit zum christlichen Leben. Das Vorleben, die Erfahrung von Liebe, macht das Kind Lebens -, und Glaubensfähig.
Von Gott können wir nie alles wissen, er bleibt ein Geheimnis. Diese Neugierde auf Gott, von dem es noch so viel zu erfahren gibt, sollte bei den Kindern wie auch bei uns Erwachsenen wach bleiben.
Die Lebensweise Jesu steht das ganze Jahr über im Mittelpunkt. Zu Beginn des Kindergartenjahres erzählen wir den Kindern die Schöpfungsgeschichte und bereiten mit Ihnen das Erntedankfest vor.
Dem Jahreskreis entsprechend feiern wir dann im Herbst St. Martin und Nikolaus. Diese Personen stellen wir den Kindern als Menschen vor, die den Anspruch, so zu leben, wie Jesus es uns vorgemacht hat, ganz besonders gut erfüllt haben. Deshalb werden sie von uns als Heilige gefeiert, und wir glauben, dass sie für immer bei Gott leben.
In der Adventszeit legen wir großen Wert auf eine besonders ruhige, harmonische Atmosphäre. Stille, Betrachtung, Kerzenschein, Advents und Weihnachtslieder und viele Heimlichkeiten um die Geschenke, die unsere Kindergarten-Kinder für ihre Eltern basteln, sorgen für glänzende Kinderaugen. Im Mittelpunkt steht für uns die Weihnachtsgeschichte mit der Geburt Jesu, die wir nachspielen, gestalten bzw. malen und zu der wir Lieder lernen. Mit den älteren Kindern gestalten wir am Heiligen Abend in der St. Blasius Kirche Balve die Krippenfeier.
Uns ist es in der gesamten religiösen Erziehung wichtig, dass wir später von der Glaubenslehre nichts zurücknehmen müssen. Deshalb unterstützen wir den Glauben an das Christkind als den Geschenkeüberbringer nicht, denn dies müsste später zurückgenommen werden und das Weihnachtsfest müsste wieder neu mit Sinn gefüllt werden. Wenn von Anfang an die Geburt Jesu im Mittelpunkt von Weihnachten steht, und wir uns aus Freude darüber gegenseitig beschenken, bleibt die Weihnachtsfreude, auch wenn die Kinder größer werden, erhalten.
In der zweiten Hälfte des Kindergartenjahres hören die Kinder weitere biblische Geschichten, wir erzählen von den Heiligen Drei Königen und feiern das Blasius Fest in unserer Einrichtung.
Ostern, das höchste Fest für uns Christen, versuchen wir den Kindern durch Erzählungen, gestalten eines Ostergartens und durch die Symbole wie Asche, Palmenzweige, Osterkerze usw. erfahrbar zu machen.
Im Morgenkreis so wie vor dem Mittagessen danken wir Gott. Der Frühling, das Erwachen der Natur, bietet sich besonders an, um den Kindern diese Welt als wunderbare Schöpfung Gottes zu deuten. Wir nehmen bewusst den Jahreskreis wahr.

Gerade in der religiösen Erziehung kann die Kita nur einige Mosaiksteinchen in das Gesamtbild von religiösen Erfahrungen legen. Gemeinsam mit Eltern, möchten wir den Kindern ermöglichen, ein christlich geprägtes Leben zu führen.

Ein Ostergarten entsteht

Mit großen Schritten gehen wir auf das wichtigste Fest unseres Glaubens zu: auf Ostern. Wir Christen glauben daran, dass Jesus Christus auferstanden ist. Er hat den Tod überwunden. Dieser Glaube an die Auferstehung schenkt unserem Leben einen neuen, tieferen Sinn. Unser Leben endet nicht einfach im Nichts.

In unserer Kindertageseinrichtung erarbeiten wir in der Fastenzeit viele Geschichten vom Leben Jesu. Die Erzählung der Auferstehung Jesu setzt voraus, dass die Kinder schon mit seinem Leben vertraut geworden sind. Dazu gestalten wir gemeinsam in der Pfarrkirche einen kleinen Ostergarten. Jede Woche wächst unser Ostergarten ein kleines Stück.

Unser Ostergarten in der St. Blasius Kirche füllt sich immer mehr.